DEUTSCH - JORDANISCHE JOURNALISTENAKADEMIE

Diese Website ist ein Produkt der deutsch-jordanischen Journalistenakademie, gefördert von der Konrad-Adenauer-Stiftung (KAS). Das Seminar fand vom 8. bis 15. Oktober 2017 in Amman statt. Teilgenommen haben 7 Stipendiaten aus der Journalistischen Nachwuchsförderung (JONA) der KAS – und 7 junge Journalisten aus ganz Jordanien. In interkulturell gemischten 2er-Teams haben sie gemeinsam recherchiert und sich mit den vielfältigen deutsch-jordanischen Beziehungen beschäftigt. In jedem Team ist je ein multimedialer Beitrag auf Deutsch und auf Arabisch entstanden. Außerdem wird ein bilinguales Printmagazin mit den Artikeln erscheinen, das vorab per Mail bei der Projektmanagerin (imke.haase@kas.de) bestellt werden kann. Die Trainer und Redaktionsmitglieder stellen sich weiter unten auf dieser Seite vor. Die KAS organisiert bereits seit 2005 interkulturelle Journalistenseminare – und hat sie zu einem Erfolgsmodell in der ganzen Welt entwickelt. 2007 fand der erste Kurs in Amman statt. Unter der neuen Büroleiterin Dr. Annette Ranko wird diese Arbeit nun fortgesetzt.

Die diesjährige deutsch-jordanische Journalistenakademie ist Startpunkt eines neuen Arbeitsschwerpunkts des Auslandsbüros der KAS in Jordanien: Die Arbeit mit Medien, sei es Print, Fernsehen oder soziale Medien, soll in den kommenden Jahren verstärkt werden. Insbesondere die Förderung von Nachwuchsjournalisten im Land liegt uns dabei am Herzen. Dadurch soll ein Beitrag zu einer differenzierten und qualitativ-hochwertigen Berichterstattung in der Region geleistet und die Rolle von Medien als „vierte Gewalt“ anerkannt werden.
Seit 1982 ist die Konrad-Adenauer-Stiftung in Jordanien mit einem eigenen Büro vertreten. Hier, wie weltweit, fördert sie Demokratie und Rechtsstaatlichkeit durch politischen Dialog. Im Nahen und Mittleren Osten setzt sich die KAS für eine politische, wirtschaftliche und soziale Stabilisierung der Region ein. Die Partner der KAS in Jordanien sind überwiegend zivilgesellschaftliche Organisationen, Ministerien, Universitäten und politische Parteien.

DIE TRAINER

Jochen Markett

Seit mehr als 10 Jahren leitet Jochen Markett Journalistenseminare für die Konrad-Adenauer-Stiftung (KAS). Am meisten begeistern ihn die interkulturellen Kurse. Egal ob in Südafrika, Griechenland oder nun in Jordanien: Jedes Mal entstehen in der Zusammenarbeit zwischen verschiedenen Nationen ein besonderer Teamgeist, große Lerneffekte und unvergessliche Momente. Jochen Markett hat selbst die Journalistische Nachwuchsförderung der KAS absolviert, hat in Dortmund Journalistik studiert und bei der Rheinischen Post volontiert.

Aroub Soubh

Seit mehr als 20 Jahren nutzt Aroub Soubh neue Medienplattformen, um Veränderung anzuregen. Durch ihre Arbeit als Moderatorin von Fernsehprogrammen und im Journalismus, der soziale Themen anspricht, hat Soubh erfolgreich wichtige Initiativen gegründet. Als Beraterin und Mitglied mehrerer Organisationen setzt Aroub Soubh sich für Gleichberechtigung der Geschlechter sowie Frauen-, Kinder- und Jugendrechte im arabischen Raum ein.

DAS TEAM AMMANBERLIN 2017

Christiane & Abedeljabbar

Die deutsch-jordanischen Beziehungen? – Dann aber bitte kein reines Loblied auf den Erfolg deutscher Hilfe in Jordanien, darüber waren sich Abedeljabbar Zaytoon und Christiane Kreder von Anfang an einig. Christiane (23) hat als Politikwissenschaftsstudentin und freie Journalistin unter anderem für BILD.de und das Handelsblatt vor allem mit Politik und Wirtschaft zu tun. Abedeljabbar (22) arbeitet dagegen als freier Video-Journalist für das Online-Magazin „7iber“ zu Bildungsthemen, die Zeitung „Alghad“ und Organisationen wie „Journalisten für Menschenrechte“. Die German Jordanian University (GJU) – das Vorzeige-Projekt Deutschlands und Jordaniens – und die Abwanderung von knapp einem Drittel der Absolventen, erschien beiden da ein idealer Anhaltspunkt. Das Ergebnis: Eine Analyse über Jordaniens Bildungssystem und den zweifelhaften Einfluss ausländischer Hilfe.

Farrah & René

Farrah Mansour hat einen Abschluss als Biomedizinische Ingenieurin und arbeitet als Programmleiterin für die lokale jordanische NGO „Under My Olive Tree“ (Twitter: @farrahmansour). René Bucken arbeitet als Programmleiter des VOCER Innovation Medialab und ist freiberuflicher Journalist, u.a. für den Westdeutschen Rundfunk (Twitter: @renebucken).
Wir haben uns mit dem Thema Frauenförderung in Jordanien und spezieller mit den Problemen von Frauen in der Erwerbstätigkeit beschäftigt. Unser Beitrag zeigt exemplarische Vorbilder jordanischer Frauen, denen es gelang, die Stereotypen durch unternehmerische Ansätze zu brechen. Außerdem haben wir die deutsch-jordanischen Beziehungen zu diesem Thema hervorgehoben.

Marlene & Abdulhameed

Abdulhameed Al-Khatib hat Psychologie studiert, setzt sich im Bereich zivilgesellschaftliche Entwicklung ein und arbeitet außerdem als Journalist bei einem Jugend- und Gemeinschaftsradio in Jordanien. Marlene Resch studiert Soziologie und Politikwissenschaft in Freiburg im Süden Deutschlands. Außerdem schreibt sie für die Lokalzeitung und das deutsch-türkische Onlinemagazin MAVIBLAU. Unser Thema war Wasserknappheit in Jordanien. Im Laufe der Recherche haben wir viel über die Vielschichtigkeit dieses Themenfeldes gelernt und mitbekommen, wie viele Aspekte die Wasserknappheit beeinflussen und welche Lösungsansätze es für die Zukunft gibt. Besonders anschaulich wurde das bei unserer Reise nach Azraq, wo die Wasserknappheit und das Abpumpen von Wasser in die Metropolen zur Austrocknung einer Oase führte.

Khawla & Mathias

Khawla und Mathias haben gemeinsam zu Flüchtlingen und der Situation insbesondere syrischer Flüchtlinge sowohl in Deutschland, als auch in Jordanien und zwischen den beiden Ländern recherchiert. Dabei haben sie viel über die rechtliche Lage von Flüchtlingen in ihrem und dem Heimatland ihres Teampartners gelernt.
Khawla (22) hat Massenmedien und Kommunikation an der Petra Universität in Amman studiert. Sie arbeitet zur Zeit als Journalistin für Roya, eine lokale Nachrichtenagentur. Khawla möchte ein Masterstudium im Filmbereich machen und ihre eigene Produktionsfirma gründen.
Mathias (24) hat Islamwissenschaft in Hamburg und Bir Zayt, Palästina, studiert und ein Praktikum im Nahostbüro der deutschen Presse-Agentur (dpa) in Istanbul absolviert. Er macht gerade seinen Master in Erfurt und Beirut und möchte als Journalist im Nahen Osten arbeiten.

Salam & Miguel

Salam Akram und Miguel Helm haben über eines der größten Probleme in Jordanien recherchiert und geschrieben: Die Radikalisierung junger Menschen. Aus dem Land kommen, anteilig zur Bevölkerung, die meisten Kämpfer des Islamischen Staats. Die beiden Journalisten haben über das Thema mit Experten und Jugendlichen gesprochen. Der 21-Jährige Salem hat den Terror in Europa gut gefunden, Osama Bin Laden war sein Held.Die Hilfsorganisation „Ruwwad“ in Amman öffnete ihm nach eigenen Angaben die Augen, heute hasst er den Hass der Islamisten.
Salam Akram, 25, arbeitet für das investigative Journalistennetzwerk ARIJ in Amman. Sie hat Kommunikationswissenschaft studiert. 
Miguel Helm, 22, arbeitet in Deutschland als freier Reporter für verschiedene Sender und Online-Nachrichtenseiten. Er hat in Konstanz und London Politik- und Verwaltungswissenschaft studiert.

Amal & Sebastian

Amal Elhudhud arbeitet als freie Journalistin für ARIJ (Arab Reporters for Investigative Journalism). Sie hat einen Bachelorabschluss in Radio und TV Broadcasting und Journalism von der Universität Yarmouk.
Sebastian Beug arbeitet als freier Journalist in Berlin und absolviert die Journalistische Nachwuchsförderung der Konrad-Adenauer-Stiftung. Er hat einen Bachelorabschluss in Volkswirtschaftslehre von der Humboldt-Universität zu Berlin.
Die Verlegung von 250 Bundeswehrsoldaten aus dem türkischen Incirlik auf die jordanische Luftwaffenbasis Al-Azraq hat die gleichnamige Kleinstadt in den Fokus der deutschen Öffentlichkeit gebracht. Das Team hat Al-Azraq zweimal besucht und über zehn Interviews geführt, um sich ein Bild vom Leben in der jordanischen Provinz zu machen. Denn die Bundeswehr und die Bewohner von Al-Azraq sind zwar Nachbarn, begegnen sich aber fast nie.